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Die Forschung hinter Path to Words

So merkst du dir Wörter.

Die Forschung zeigt heute ziemlich genau, was dabei hilft, sich neue Wörter gut zu merken. Path to Words baut darauf auf. Auf dieser Seite kannst du einiges selbst ausprobieren.

  • I.Lieber jeden Tag ein bisschen
  • II.Selbst erinnern
  • III.Erst erkennen, dann schreiben
  • IV.Produktiv oder rezeptiv
  • V.Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend
  • VI.Nomen immer mit Artikel lernen

Je öfter du ein Wort wiederholst, desto länger merkst du es dir.

Wie gut du dich an das Wort erinnerstsicherDu kannst esTage →
Das Wort kommt wiederGelernt
I.

Lieber jeden Tag ein bisschen

Lerne lieber jeden Tag ein bisschen. So merkst du dir mehr, als wenn du viel an einem Tag lernst.

Eine Metastudie hat dazu 317 Experimente ausgewertet.1 Eine weitere Studie hat 48 Experimente nur zum Fremdsprachenlernen ausgewertet und kam zum selben Ergebnis.2

In Path to WordsUnser Algorithmus legt dir zum richtigen Zeitpunkt ein Lernwort vor, sodass du am effektivsten lernst. Als gelernt gilt ein Wort erst nach mehreren Tagen, manchmal Wochen.

Fünfmal dasselbe Wort üben. Was ist am effektivsten?

an 1 Tag
alles an einem Tagan fünf Tagen
5×Tag 0Tag 15Tag 30
Wie gut du dich nach einem Monat noch erinnerst:
gering
Lerntag
II.

Selbst erinnern statt nur anschauen

Sich ein Wort nur anzuschauen, reicht nicht. Du merkst es dir am besten, wenn du dich aktiv daran erinnerst.

In einem Experiment lernten Studierende Wörter auf Suaheli.3 Eine Gruppe wurde anschließend wiederholt abgefragt, während die andere die Wörter nur mehrmals durchlas. Eine Woche später erinnerte sich die erste Gruppe an mehr als doppelt so viele Wörter.4

In Path to WordsWir arbeiten nach demselben Prinzip: Du rufst die Wörter aktiv aus dem Gedächtnis ab, um den größtmöglichen Lerneffekt zu erreichen.

Experiment: An wie viele von 100 Wörtern konnten sich die Teilnehmenden nach einer Woche noch erinnern?

etwa 35nur durchgelesen
etwa 80immer wieder abgefragt
III.

Erst erkennen, dann selbst schreiben

Ein Wort wiederzuerkennen ist leichter, als es selbst aus dem Gedächtnis abzurufen. Noch anspruchsvoller ist es, wenn du es anschließend selbst schreiben musst. Mit jeder Stufe musst du mehr selbst aus dem Gedächtnis abrufen und festigst das Gelernte dadurch stärker.56

In Path to WordsBei neuen Wörtern beginnst du mit dem Wiedererkennen: Du siehst das Wort in deiner Sprache und wählst die richtige Übersetzung aus vier Antworten. Beim Abrufen erinnerst du dich selbst an die Übersetzung, bevor du sie aufdeckst. Beim Produzieren rufst du das Wort vollständig aus dem Gedächtnis ab und schreibst es selbst.

Je besser du ein Wort kannst, desto mehr wird von dir verlangt.

der Weg
the doorthe waythe goalthe forest
Wähle die richtige Antwort.
Erst überlegen, dann aufdecken.
the waythe waySchreib das Wort selbst.
Lerneffekt
niedrighochsehr hoch
IV.

Produktiv oder rezeptiv

Du kannst ein Wort in zwei Richtungen üben. Rezeptiv siehst du das Wort in der neuen Sprache und übersetzt es in deine eigene. Produktiv siehst du es in deiner Sprache und musst es selbst in der neuen Sprache finden.

Produktiv ist anspruchsvoller, bringt dir aber mehr. Du lernst dabei auch, wie man das Wort schreibt und wie man es im Satz benutzt. Rezeptiv übst du vor allem, ein Wort zu verstehen.78

In Path to WordsDu entscheidest für jeden Kurs selbst, ob du produktiv oder rezeptiv lernst. Wir empfehlen produktiv.

Ein Wort, zwei Richtungen

deine Spracheneue SpracheProduktiv. Anspruchsvoller, aber du lernst mehr.
neue Sprachedeine SpracheRezeptiv. Leichter. Du übst vor allem, Wörter zu verstehen.
V.

Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend

Ein Wort, das du sicher kannst, musst du nicht schon morgen wiederholen. Ein Wort, das dir schwerfällt, schon. Der Algorithmus von Path to Words berechnet für jedes Wort einzeln, wann du es wiederholen musst, um es am effektivsten zu lernen.

Dafür nutzt Path to Words FSRS, ein offenes Verfahren zur Planung von Wiederholungen.9 In einem öffentlichen Vergleich mit rund 727 Millionen echten Wiederholungen konnte FSRS deutlich genauer vorhersagen, ob Lernende sich noch an etwas erinnern, als das 2016 von Duolingo veröffentlichte Verfahren und der klassische Anki-Algorithmus.1011

In Path to WordsUnser System arbeitet im Hintergrund für dich. Du musst nichts aktiv einstellen.

Zwei Wörter, zwei Wochen: Wann kommt welches wieder?

1234567891011121314die Tragweiteoder ein vergleichbar schwieriges Wortder Wegoder ein vergleichbar leichtes Wort

Wie genau schätzt das Verfahren, ob du ein Wort noch weißt? Länger ist besser.

FSRS-6in Path to Wordsetwa 93 %
Duolingo-VerfahrenHLR, veröffentlicht 2016etwa 87 %
SM-2Grundlage des klassischen Anki-Verfahrensetwa 80 %
Stand 18.09.2026, SM-2 29.05.2025
VI.

Nomen immer mit Artikel lernen

Viele Sprachen haben Artikel, zum Beispiel der, die und das im Deutschen oder le und la im Französischen. Die Forschung zeigt, dass es am effektivsten ist, ein Nomen gleich mit seinem Artikel zu lernen.12

In Path to WordsHier lernst du jedes Nomen mit seinem Artikel. Wenn du ein Wort selbst schreibst, ist es erst ganz richtig, wenn auch der Artikel stimmt. Im Artikel-Modus übst du die Artikel gezielt.

Artikel und Nomen als Einheit lernen

Deutschdas Haus
Französischle chien
Spanischla casa
Italienischil libro
Niederländischhet huis
Portugiesischa mesa
Schwedischett äpple
Norwegischen bil
Zum Nachlesen

Quellen

  1. Cepeda, Pashler, Vul, Wixted & Rohrer (2006). Distributed practice in verbal recall tasks. Psychological Bulletin 132(3), 354-380. doi:10.1037/0033-2909.132.3.354
  2. Kim & Webb (2022). The effects of spaced practice on second language learning. Language Learning 72(1), 269-319. doi:10.1111/lang.12479
  3. Karpicke & Roediger (2008). The critical importance of retrieval for learning. Science 319(5865), 966-968. doi:10.1126/science.1152408
  4. Purdue University, press release of Feb. 14, 2008, on the study by Karpicke & Roediger. purdue.edu
  5. Nakata (2016). Effects of retrieval formats on second language vocabulary learning. IRAL 54(3), 257-289. doi:10.1515/iral-2015-0022
  6. Bertsch, Pesta, Wiscott & McDaniel (2007). The generation effect: A meta-analytic review. Memory & Cognition 35(2), 201-210. doi:10.3758/BF03193441
  7. Webb (2009). The effects of receptive and productive learning of word pairs on vocabulary knowledge. RELC Journal 40(3), 360-376. doi:10.1177/0033688209343854
  8. Griffin & Harley (1996). List learning of second language vocabulary. Applied Psycholinguistics 17(4), 443-460. doi:10.1017/S0142716400008195
  9. Ye, Su & Cao (2022). A stochastic shortest path algorithm for optimizing spaced repetition scheduling. KDD '22, 4381-4390. doi:10.1145/3534678.3539081
  10. open-spaced-repetition: SRS Benchmark, README of Sep. 18, 2026, and May 29, 2025. github.com/open-spaced-repetition/srs-benchmark
  11. Settles & Meeder (2016). A trainable spaced repetition model for language learning. ACL 2016, 1848-1858. doi:10.18653/v1/P16-1174
  12. Arnon & Ramscar (2012). Granularity and the acquisition of grammatical gender. Cognition 122(3), 292-305. doi:10.1016/j.cognition.2011.10.009
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